Ich heiße jetzt Erni und das gefällt mit, denn ich habe seit dem 14. Mai 2014 ein neues Leben, aber der Reihe nach…..

Ich bin eine nicht mehr ganz junge Golden Retriever Hündin.  Da wo ich mal gewohnt habe, war es nicht schön. Ich durfte nur selten da sein, wo mein Menschenrudel war. Ich wurde nicht gekämmt und müsste entweder im Keller oder draußen schlafen. Immer wenn ich alleine war und ich war sehr viel alleine, habe ich mir ein Loch im Zaun gesucht und bin auf die Suche gegangen. Wonach weiß ich nicht so genau. Ich war traurig, habe nie mehr mit dem Schwanz gewedelt und wollte wohl nur noch sterben. Nachdem ich viele Tage gelaufen bin, habe ich Kinderstimmen gehört.  Ich mag Kinder. Na ja ich bin eben ein Goldie! Ich sollte mit in ein Haus gehen, aber davor hatte ich schreckliche Angst, denn immer wenn ich in meinem früheren Leben ins Haus wollte wurde ich angeschrien und manchmal auch getreten! Komisch, jemand nahm mich jemand auf den Arm und trug mich ins Haus. Viele Kinderhände haben mich gestreichelt, es war schön. Ich legte mich hin und bin wohl eingeschlafen. Ich war so müde und kaputt.

Als ich wach wurde,  lag ich auf einem harten und kalten Tisch. Menschen mit weißen Kitteln zogen an meinen Beinen. Es tat schrecklich weh, aber ich habe es mir gefallen lassen, mir war alles egal. Ich hörte Worte wie alt, stark lahm, mager, heruntergekommen, wir erlösen sie von ihren Schmerzen.  Ich schoss die Augen, das war es dann wohl.

Aber nein, als ich wach wurde, war ich  im Tierheim. Dort durfte ich im Haus schlafen, habe gutes leckeres Futter bekommen, wurde gebadet und gebürstet bis mein Fell in der Sonne  Gold leuchtete. Mein neues Frauchen ist mit mir spazieren gegangen und hat mich später, als es mir besser ging,  überall mit hingenommen. Also Tierheim hatte ich mir schlimmer vorgestellt! 

Ich wurde immerzu fotografiert, denn viele Menschen kannten mich jetzt und mein neues Frauchen sagte ich könnte hier nicht bleiben, denn ich bin so lieb, das ich sicher bald ein noch besseres Frauchen finden würde, das ich für mich alleine habe, na wenn das mal stimmt.

Jetzt habe ich meine eigene Familie. Petra und ihr Sohn. Ich wohne im Haus, gehe jeden Tag spazieren und wir fahren oft  an den See. Dort gehen wir alle schwimmen, es ist super.  Doch neulich hörte ich eine Stimme, die ich schon fast vergessen hatte.  Ich versuchte mich ganz klein zu machen,  zitterte und hatte schreckliche Angst.

„Das ist doch unsere Paula, haben Sie sie aus dem Tierheim? Wir haben sie im Internet gesehen!“ Mein Frauchen konnte kaum glauben was sie hörte: Mistköter, haut immer ab, waaaas sie halten sie im Haus, die pisst doch überall hin!

Mein Frauchen hat mich wieder mit nach Hause genommen. Ich bin den ganzen Abend nicht von ihrer Seite gewichen. Sie hat mir  den Kopf gestreichelt und mir gesagt, ich muss da nie wieder hin.  Ich bin der liebste Hund der Welt und ich darf bei ihr bleiben.  Danke!

Jetzt habe ich erfahren dass die Malerin Stefanie Klymant einen Goldesel gemalt hat und das tolle Bild dem Tierheim schenkt. Es soll versteigert werden. Ich bekomme nämlich Schmerzmittel, damit meine alten Knochen nicht so wehtun und ich mein schönes Leben noch lange genießen kann. 

Also Leute helft dem TSV Demmin und ersteigert ein super tolles Bild, das auch noch Glück bring, Euch und mir. Liebe Grüße Eure Erni 

 

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