22.01.2010 :: Unfassbare Grausamkeit mitten in Deutschland
Trotz Kupierverbot werden in Deutschland immer noch Welpen die Ohren und die
Schwänze abgeschnitten. Hier der unfassbar grausame Fall des Doggenwelpen
"Til", derzeit im Tierheim Demmin.
Am 02.12.2009 wurde der Tierschutzverein Demmin aktiviert, da in Loitz wohl ein
junger Hund herumlaufe.
Frau Kerstin Lenz traute ihren Augen kaum als sie dort ankam: Es handelte sich
um einen 6 bis 8 Wochen alten Deutsche Doggenwelpen, dem vor kurzem die
Ohren "abgeschnitten" wurden. Außerdem hatte er eine verkrustete Wunde in der
linken Gesichtshälfte. Hier der Bericht von Frau Lenz:
Am nächsten morgen bin ich mit dem völlig verängstigten Welpen zur Tierklinik
Anders in Demmin gefahren. Dort wurde er untersucht, und es wurde festgestellt,
dass seine Ohren vor ca. 1 Woche unsachgemäß kupiert wurden und er eine
frisch genähte Wunde unter dem rechten Auge hatte. Alle Wunden waren stark
entzündet und verdreckt. Er bekam Amoxiclav für 1 Woche, um die Entzündung
zu heilen. Der Welpe hat bei jeder Berührung seines Kopfes geschriehen. Vom
Tierarzt bin ich zum Veterinäramt des Landkreises Demmin gefahren und habe
Anzeige gegen Unbekannt erstatten wegen Verstoßes gegen das
Tierschutzgesetz. Dr. Berndt vom Veterinäramt Demmin hat mir zugesichert, dass
ich den Hund, falls der Besitzer sich meldet, nicht heraus geben muss. Noch am
selben Abend stand Herr G. aus L. vor meiner Tür und verlangte die Herausgabe
seines Welpen. Was ich nicht tat. Ich sagte Herrn G. er möchte sich beim
Veterinäramt melden und alles weitere dort besprechen. Am nächsten Tag rief
mich der Anwalt des Herrn G. an und fragte, auf welcher gesetzlichen Grundlage
ich den Hund nicht herausgebe. Ich verwies auch ihn an das Veterinäramt
Demmin.
3 Tage später wurden bei Til (so wurde der Welpe inzwischen genannt) in der
Klinik die Fäden gezogen. Ich habe noch nie einen Hund so erbärmlich schreien
gehört. Noch Tage später hat Til sich jedes Mal in eine Ecke geflüchtet, wenn
jemand in seine Nähe kam, und hat panisch vor Angst gebellt.
Das Veterinäramt hat Anzeige gegen Herrn G. bei der Staatsanwaltschaft
Neubrandenburg wegen Tierquälerei erstattet. Der Anwalt des Herrn G. wartet
jetzt auf die Anklageschrift.
Am 31.12.2009 veröffentlichten wir Tilis Schicksal in der Regionalzeitung
"Anzeigenkurier". Daraufhin bekam ich einen anonymen Anruf, in dem mir
mitgeteilt wurde, dass Tils Mutter eine schwarz-weiß gefleckte Dogge mit Namen
Elsa ist, die unweit von uns auf einem Hof lebt. Herr G habe den Welpen dort
erworben und ihn von einem Kumpel für 150 Euro kupieren lassen, um ihn dann
weiter zu verkaufen. Der Welpe war mit anderen Hunden zusammen in einem
Garten untergebracht. Dort wurde der Welpe von den anderen Hunden gebissen,
daher die Verletzung unter dem Auge. Die Gartenbesitzerin ist mit Til zum Tierarzt
gefahren, um die Wunde nähen zu lassen. Der Tierarzt zwar gefragt warum der
Hund kupiert ist, als er den Namen des Besitzers hörte, ist aber nicht weiter
darauf eingegangen. Seinen Namen wollte der Anrufer aber nicht nennen weil er
Angst vor Herrn G hat.
Heute hat Til mit Milben zu kämpfen, die durch die Mangelversorgung in den
ersten Wochen seinen kleinen Körper befallen konnten. Ansonsten fängt er jetzt
langsam an, auf Menschen zu zu gehen, und er freut sich auch schon verhalten,
wenn er mich sieht.
Das ist Tils Geschichte. Bitte helft, dass sie ein gutes Ende nimmt!
Unfassbar was mit "Til" geschehen ist - noch unfassbarer das sich der "Mensch"
jetzt einen Anwalt nehmen kann und wohl auf die Herausgabe des Welpen
drängen kann. DAS DARF KEINESFALLS GESCHEHEN. NotDogge e.V. wird
sich mit allen gebotenen Mitteln dafür einsetzen das dieser "Mensch" Til nicht
mehr zurück bekommt und sich ebenfalls für ein Tierhalteverbot stark machen.
Strafrechtlich liegt hier mindesten eine Straftat nach den Paragraphen §17 2a und
b TierschG handelt es sich hier sicher.
Schon allein im Sinne der § 5(1) und 6(1) und damit greifen dann auch
mindestens die Paragrafen §12(5) und 16a (2 und 3).
Unterstützen auch Sie uns und den Tierschutzverein Demmin mit ihrem
Engagement. Unter der Adresse:
haben wir eine Onlinepetition eingerichtet die wir dem Gericht und der
Staatsanwaltschaft übergeben werden.
Weiterhin werden wir alles was möglich ist an Presse, Funk und Fernsehen
mobilisieren um auf diesen Fall aufmerksam zu machen. Diese
Verstümmelungen, die heute noch gemacht werden müssen mit aller Macht
aufgehalten werden, zumal wenn unsachgemäß und wahrscheinlich sogar ohne
jede Betäubung nur um des Profites wegen. Solche Menschen müssen mit aller
Härte des Gesetzes bestraft werden, wenn gleich dies wohl trotz aller
Bemühungen im Strafmaß wieder viel zu gering ausfallen wird. Undenkbar was
dieser "Mensch" wohl schon alles mit Hunden angestellt hat und wohl auch noch
tun wird.
Schauen Sie in diese Augen und helfen Sie uns helfen!!